SEO: Suchmaschinenoptimierung beschleunigen

SEO-Maßnahmen brauchen in aller Regel viel Zeit. Bis zu einer spürbaren Verbesserung der Platzierung in den Suchergebnissen kann ein halbes Jahr und mehr vergehen.

Warum dauert es so lange, bis sich Fortschritte im Ranking bemerkbar machen?

Nach dem Aufkommen der großen Suchmaschinen wie MSN, Google und Yahoo setzte eine Verhaltensänderung der Nutzer ein. Der Trend bewegte sich weg vom Webkatalog und hin zur direkten Suche nach Websites.

Viele Webmaster nutzten die Schwachstellen der damals noch jungen, wenig intelligenten Suchalgorithmen. Durch unlautere SEO-Maßnahmen wie dem Verlinken häufig gesuchte Begriffe und Keywords verbreiteten Sie Spyware, Adware und Werbung. Relevanter Inhalt war in bestimmten Bereichen teilweise kaum noch zu finden. Dies führte natürlich bei den Nutzern von Suchmaschinen zu großer Unzufriedenheit.

Aufgrund dessen entwickelten die Suchmaschinenbetreiber neue Algorithmen, die Spam unterbinden sollten. Eine Maßnahme war das verzögerte Ranking. Dies wurde eingeführt um dem oben genannten Keyword-Spam entgegenzuwirken. Spammer konnten nicht mehr unmittelbar auf Trends reagieren. Die Verzögerung ist natürlich ärgerlich für einige Nutzergruppen, da die Ergebnisse der SEO nun nicht mehr direkt nachvollziehbar sind.

Viele Kunden wünschen sich aber eine unverzügliche Verbesserung ihrer Resultate. Welche Möglichkeiten bieten sich da?

Gekaufte Backlinks

Viele unseriöse Agenturen aber auch SEO-Tools werben mit kaufbaren Backlinks von Websites mit hohem Pagerank. Was ist davon zu halten? Nichts. Sparen Sie sich das Geld und investieren Sie in sinnvolle und langfristige Maßnahmen.

Die Erklärung hierfür: Der Pagerank ist tot. Bedenken Sie, dass jeder diese Links kaufen kann und auf den Websites mitunter hunderte andere Seiten verlinkt sind.

Reine Link-Netzwerke wie sie von einigen SEO-Agenturen betrieben und bei vielen SEO-Tools beworben werden, haben langfristig keine Perspektive. Sie führen, sollte es tatsächlich zu einer kurzfristigen Verbesserung des Rankings kommen, zu einer Abwertung der Position sobald Google diese erkennt. Und sie können davon ausgehen, dass das früher oder später der Fall sein wird. Google kann es sich leisten, die hellsten Köpfe einzustellen und die Suchalgorithmen werden ständig und mit Hochdruck verbessert. Selbst vorausgesetzt, der „Betrug“ würde nicht auffliegen – wollen Sie, dass Ihre Unternehmenswebsite neben Werbung für Potenzmittel, Pornographie und Online-Kasinos zu finden ist? Nicht nur, dass Google ihre Website damit in Verbindung bringen wird – suchen potentielle Kunden nach Ihrer Website, werden Sie die Verlinkungen ebenfalls finden.

Was bleibt? Werbung!

Auch wenn es überholt erscheint, klassische Werbung in TV und Printmedien generiert viele Klicks. Leider sind diese Maßnahmen oft aufwändig, teuer und erfordern ein hohes Maß an Planung.

Nutzen Sie Social Media und animieren Sie Freunde, Bekannte und Kunden zum Teilen Ihrer Inhalte. Werden Sie auf Plattformen wie Foursquare und Facebook aktiv. Diese bieten ihren Kunden die Möglichkeit, bei Ihnen „einzuchecken“. Ihr Unternehmen und Ihre Website erscheinen damit wesentlich relevanter, was einen wahren SEO-Boost zur Folge haben wird.

Lassen Sie andere Menschen an Ihrem Fachwissen teilhaben. Kontaktieren Sie bekannte Websites und Blogs und schreiben Sie Gastbeiträge. Auch durch Beantwortung von Fragen in Foren und Kommentare in Blogs lassen sich Links platzieren. Helfen Sie den Nutzern, bleiben Sie nahe am Thema und liefern Sie nur relevante Antworten. Damit generieren Sie schnelle Resultate und bauen nebenbei langfristig hochqualitative Links auf.

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SEO: Basismaßnahmen

In diesem Beitrag möchte ich die grundlegenden Methoden und wichtige Elemente einer Website für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) vorstellen. Oft reichen schon ein paar Anpassungen aus um ein wesentlich besseres Ergebnis in den großen Suchmaschinen wie Google, Bing und Yahoo zu erreichen.

SEO geht dabei stark mit der Verbesserung der Benutzererfahrung und barrierefreiem Webdesign einher. Behalten Sie immer im Hinterkopf, dass Sie die Website für Menschen (z.B. Ihre Kunden) und nicht für Suchmaschinen gestalten. SEO ist lediglich eine unterstützende Maßnahme um Menschen auf Ihre Website zu führen.

Für die vorgestellten SEO-Techniken beziehe ich mich im folgenden auf die fiktive Gebäudereinigung „ABC GmbH“ um ein paar anschauliche Beispiele geben zu können.

1. Form

1.1 Der Titel der Website

Der Titel einer Website wird über den HTML-Tag „title“ festgelegt. Er befindet sich im Kopf <head> der Website. Da er das erste ist, was dem Nutzer bei einer Suchanfrage ins Auge springt, sollte er mit besonderer Sorgfalt gewählt werden und aussagekräftig sein. Die Länge des Seitentitels sollte ca. 50-60 Zeichen betragen. Im Titel der Startseite sollten die wichtigsten Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens vorkommen.

Der Titel <title>Herzlich willkommen auf unserer neuen Website</title> ist bestenfalls ungeeignet und besitzt keine Aussage über den Inhalt. Aber unter  <title>ABC GmbH Chemnitz, Gebäudereinigung und Hausreinigung</title> kann sich der Benutzer der Website etwas vorstellen und die Suchmaschine wird die Firma „ABC Gebäudereinigung“ mit den Schlüsselworten „Chemnitz“ und „Hausreinigung“ verbinden. In den meisten Content-Management-Systemen gibt es eine Textfeld zum Ändern des Titels ohne Programmierkenntnisse.

1.2 Die Meta-Description

Wie auch der Titel, befindet sich die Meta-Description im Kopfbereich (<head>) der Website. Sie enthält die Inhaltsbeschreibung der Website, wie sie in einer Suchmaschine angezeigt werden soll. Es empfiehlt sich, für jede Unterseite der Webpräsenz eine eigene Meta-Description anzulegen. Der Inhalt der Seite sollte in kurzen Sätzen (135-160 Zeichen) unter Nennung wichtiger Schlüsselworte beschrieben werden. Das Format sieht dabei aus wie folgt:
<meta name="description" content="Hier steht die Beschreibung der Website">. In den meisten Content-Management-Systemen gibt es ein Textfeld zum Ändern der Meta-Description ohne Programmierkenntnisse.

Wird keine Meta-Description gesetzt, versucht die Suchmaschine selbst eine Beschreibung zu generieren. Das kann sich schlecht auf die SEO auswirken. Hier zwei Beispiele für schlechte Resultate durch fehlende Meta-Description:

SEO-Fehler: fehlende Meta-Description

Fehlende Meta-Description, ungünstige SEO

Eine gute Meta-Beschreibung für die fiktive ABC-GmbH wäre z.B.:

ABC GmbH, ihr Spezialist für Glasreinigung, Gebäudereinigung, Büroreinigung, Hausmeisterservice, Entrümpelung und Treppenhausreinigung in Chemnitz

1.3 Meta-Keywords (Schlüsselwörter)

Viele unseriöse oder unwissende Agenturen bezeichnen es schon als SEO, wenn sie die Website der Kunden mit Meta-Keywords vollstopfen. Erreicht wird dabei eigentlich genau das Gegenteil. Suchmaschinen stehen im Verdacht Websites mit zu vielen Keywords abzustrafen. Das kommt daher, dass diese Schlüsselwörter Anfang bis Mitte der 2000er Jahre häufig von Spammern missbraucht wurden. Daher haben sie quasi keine Gewichtung mehr für die SEO. Die maximale Anzahl an Meta-Keywords sollte sich an der Länge des geschriebenen Textes orientieren und sie sollten nur Wörter enthalten die auch im Text der Website vorkommen. Eine Verwendung von mehr als 20 Schlüsselwörtern ist nicht ratsam.

Wie der Titel und die Meta-Description finden sich die Keywords im Kopf der Seite und werden durch Kommas getrennt im Format <meta name="keywords" content="schlüsselwort, schlüsselwort2" /> notiert. Es empfiehlt sich eine Kleinschreibung der Keywords in Einzahl. Die zusätzliche Nennung von „schlüsselwörter“ im obigen Beispiel ist nicht notwendig.

2. Inhalt

Suchmaschinen lieben Inhalt, da sie in erster Linie Informationen vermitteln wollen. Beschreiben Sie Ihr Unternehmen so gut Sie können, erklären Sie ihre Produkte in kurzen, leicht verständlichen Sätzen. Zeigen Sie, dass sie über Fachwissen verfügen und lassen Sie das Internet daran teilhaben.

Hochwertiger, einzigartiger Inhalt ist das A und O für eine gute Website, und der Schlüssel zu erfolgreicher SEO.

2.1 Struktur des Inhaltes

Achten Sie auf eine konsistente Textstruktur und nutzen Sie ausschließlich die für die Strukturierung geeigneten HTML Elemente.

Häufige Fehler und Probleme in der Strukturierung von Inhalten:

  • Überschriften:
    1. manuelle Formatierung statt Nutzung der Formatvorlagen (HTML Tags <h1>-<h6>)
    2. mangelhafte Struktur der Überschriften (z.B. fehlende <h2> Elemente)
  • Listen: Neue Zeile, gefolgt von Bindestich oder Zahl statt Nutzung einer Listenfunktion
  • Bilder:
    1. Einfügen ohne Titel
    2. Einfügen ohne Alternativ-Attribute (die Bildbeschreibung ist wichtig, da Suchmaschinen gerade erst lernen, den Inhalt eines Bildes zu deuten)
  • Hyperlinks: Einfügen ohne Titel-Attribut (Hier können noch dezent Keywords platziert werden)
2.2 Keyword-Dichte

Verlieren Sie beim Verfassen von Beiträgen nicht ihr Schlüsselwörter aus den Augen, aber übertreiben Sie es nicht. Die optimale Keyword-Dichte (Density) liegt bei 0,5-2,5%. In einem Text über Suchmaschinenoptimierung sollte das Keyword SEO deswegen 0,5-2,5 Mal pro 100 Wörter auftauchen.

Oft wird eine Keyword-Dichte von 3-4% empfohlen. Dies betrifft aber die gesamte (!) Seite inklusive Links und sonstiger Beiträge. In natürlich geschriebenen Texten und wissentschaftlichen Arbeiten liegt die Density deutlich unter 4%. Beiträge mit zu vielen Schlüsselwörtern wirken unnatürlich und vermitteln den Eindruck von geringem Fachwissen. Deswegen werden Beiträge mit zu hoher Keyworddichte meist abgewertet.

SEO: Wie Google und Co. ticken

Suchmaschinenoptimierung (SEO) erfordert einiges an Wissen und Fingerspitzengefühl. Möchte man eine Website für Suchmaschinen optimieren um Platz eins bei Google, Bing, Yahoo und Co. zu erreichen, sollte man zuallererst versuchen zu verstehen, wie eine Suchmaschine aufgebaut ist und funktioniert.

Suchmaschinen bestehen in aller Regel aus zwei Hauptbestandteilen, dem Crawler und der eigentlichen Suchmaschine.

Was ist ein Crawler / Bot / Spider / Indexer?

Der Crawler (auch Spider, Bot, etc.) besteht aus einer Ansammlung von Programmen und Scripten, die mehr oder weniger autonom das Web durchforschen. Man gibt ihm eine Website und er fängt an, die Seite auf relevante Informationen zu durchsuchen. Dabei sendet er alle Daten an den Index der Suchmaschine. Stößt der Crawler auf einen Hyperlink zu einer anderen, nicht besuchten Website, so wird diese weiter durchforstet und auch die Nächste und die Nächste… Dieser Prozess geht so lange weiter, bis der Crawler merkt, dass er sich im Kreis bewegt.

Was ist eine Suchmaschine?

Die eigentliche Suchmaschine ist ein sehr abstraktes und komplexes Konstrukt. Der Aufbau variiert sehr stark. Hauptbestandteil sind verteilte Datenbanken und eine Ansammlung von Programmen und Scripten zum Verarbeiten der Websites und Suchanfragen. Allgemein ist davon auszugehen, dass die Daten, die von Crawler gesendet wurden, stark verarbeitet und in der Datenbank abgelegt werden. Wie das genau vonstatten geht ist dabei gut gehütetes Firmengeheimnis lässt sich aber wie folgt verallgemeinern.

Wie verarbeitet eine Suchmaschine meine Website?

Im ersten Schritt werden alle wichtigen Daten extrahiert. Darunter befinden sich unter anderem:

  • Veröffentlichungsdatum der Website (bzw. letzte Aktualisierung)
  • Welche Daten die Website enthält (Texte, Bilder, Videos…)
  • Qualität des Inhaltes
  • Relevanz für Suchanfragen von Nutzern
  • Ladegeschwindigkeit der Website
  • Links zu anderen Websites
  • Relevanz für Menschen (Links von anderen Websites, Likes/Shares in Sozialen Medien, Wikipedia-Eintrag…)
  • Metadaten (Autor, Beschreibung, Titel…)
  • Strukturierte Daten

Im zweiten Schritt werden die extrahierten Daten mit dem Inhalt der Website verknüpft. Manche SEO-Websites sprechen davon, dass nur die ersten 100 KB eines Dokumentes durchsucht werden. Vielleicht war das auch einmal eine Tatsache, aber da heute (2016) Speicherplatz quasi unbegrenzt verfügbar und im Konzernmaßstab spottbillig ist, sollte man davon ausgehen, dass ausnahmslos alles an Website-Text zwischengespeichert wird.

Wie werden die Suchanfragen bearbeitet?

Sucht ein Nutzer nach einem bestimmten Thema, wird die Anfrage mittels spezieller Algorithmen verarbeitet. Eventuelle Rechtschreibfehler werden korrigiert, Synonyme gesucht und die Anfrage wird interpretiert. Relevante Suchbegriffe werden auf den Wortstamm reduziert und die Ergebnisse somit erweitert. Mit dieser verarbeiteten Anfrage werden nun die Ergebnisse aus dem Index geholt und sortiert (Ranking). Anhand bisheriger Suchanfragen und Nutzerprofile wird zudem eine persönliche Sortierung der Suchergebnisse durchgeführt. Welchen Einfluss welche Daten dabei auf das Ranking und die SEO haben ist unterschiedlich und wird in einem anderen Beitrag noch einmal gründlich behandelt.

Wie sieht meine Website für Google und Co. aus?

Suchmaschinenoptimierung und Barrierfreiheit gehen oft Hand in Hand. Blinde Menschen und Suchmaschinen nutzen Websites auf eine ähnliche Art und Weise. Sie betrachten das Internet ohne Stildateien (CSS) und Bilder. Am nächsten kommt diesem Verhalten das Verwenden eines Textbrowsers wie Lynx.

Screenreader: Darstellung einer Website im Lynx-Browser
Darstellung einer Website mit einem Textbrowser

Für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung sollten Sie ihre Website mit einem Textbrowser aufrufen.

Prüfen Sie die Struktur der Beiträge und ob alle Navigationselemente einfach und komplett zugänglich sind. Verwenden Sie, wenn möglich nur eine Navigationsleiste für relevante Inhalte (Links zum Impressum oder Kontaktformular im Footer sind legitim).

Ist die gesamte Website ohne Einschränkung nutzbar, oder sind manche Funktionen oder Informationen nur mit JavaScript, Flash oder ähnlichen Plugins zugänglich?

Achten Sie vor allem  auch auf die ALT-Attribute (=alternative) der Bilder. Diese sind als Bildbeschreibung gedacht und unerlässlich für Blinde. Aber auch für die SEO sind sie nötig, da die Erkennung von Bildinhalten der Suchmaschinen noch in den Kinderschuhen steckt und Bilder ohne Beschreibung ggfs. ignoriert werden.

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