Vollbild-Suchfenster ohne JavaScript (reines CSS)

Ich habe letztens auf einer Website eine clevere Variante einer Vollbild-Suchfunktion gesehen. Es gab einen Suchbutton, der auf einen Klick ein Overlay mit einer Suchbox aktivierte. Dazu wurde JavaScript (jQuery) genutzt.

Auch wenn ich die Idee und die optische Umsetzung ganz gut fand, war ich von der technischen Realisierung nicht besonders begeistert, obwohl grundsätzlich nicht mehr viel gegen JavaScript einzuwenden ist. Allerdings erfordert diese Art der Umsetzung das Einbinden und Laden bestimmter JavaScript Libraries und Plugins, die wiederum Einfluss auf Ladezeit und Performance haben.

Ich habe mich also mal an eine einfache Lösung gesetzt, die auf reinem CSS beruht. Dabei habe ich den :target „Hack“ genutzt. Ein Klick auf einen Anchor-Link „aktiviert“ dabei das Overlay. Der Browser springt auf einen bis dahin verborgenen Bereich der Website, der erst als aktives Ziel (:target-Selektor) sichtbar wird.

 

Ich habe dazu eine kleine Demo auf CodePen veröffentlicht:

https://codepen.io/pixelstunde/pen/QvMxVR

Den Code kann natürlich jeder frei und ohne Angabe einer Quelle nutzen (CC0-Lizenz).

Das JavaScript wurde nur eingebunden um verschiedene Animations-Arten zu demonstrieren.

Joomla! Blank Template

Als Basis für viele meiner Templates habe ich bis vor kurzem Bloggerschmidts Blank Template benutzt. Da das Ganze aber scheinbar nicht mehr gewartet wird, habe ich mich dazu entschlossen, die Arbeit weiterzuführen. Ich habe das Template ein wenig modernisiert: akutelle Versionen von normalize.css eingebaut, den Code aufgeräumt und bereinigt, diverse CSS-Frameworks wie Bootstrap, Materialize und Skeleton eingebunden etc.

Die aktuelle Version des Blank Templates gibt es hier: https://github.com/pixelstunde/joomla-blank-template

Für Support, Fehlermeldungen und Ähnliches bitte ich darum, den Issue-Tracker auf GitHub zu bemühen.

 

In English:

I’ve been using Bloggerschmidt’s Blank template as a base for my own ones, but since development seems to have stopped, I decided to create a fork and updated the whole thing a bit. Some improvements: current version of normalize.css, cleaned and re-organized code, added some CSS-Frameworks like Bootstrap, Materialize and Skeleton.

Grab the latest version of blank-template here: https://github.com/pixelstunde/joomla-blank-template

Please use the GitHub issue tracker if you found a bug or need support.

Neue Website für das Hotel Schloss Rabenstein

Das Hotel Schloss Rabenstein ist wahrscheinlich eine der besten Adressen für eine Übernachtung, Veranstaltungen und Hochzeiten in Chemnitz. Das liebevoll restaurierte Barockschlösschen besticht durch ein exklusives Ambiente und die ruhige Lage im Rabensteiner Wald.

Pixelstun.de bekam den Auftrag für die „digitale Renovierung“ des Schlosshotels. Die veraltete statische Website ist im Rahmen der Arbeiten einem dynamischen, vollkommen responsivem Design gewichen, das sich an alle Bildschirmgrößen anpasst und insbesondere für mobile Geräte wie Tablets und Smartphones optimiert wurde.

Der Inhalt wurde neu strukturiert und gegliedert. Anpassungen sind dank des eingesetzten CMS (Content Management System) „Joomla!“ nun direkt und einfach durch die Mitarbeiter des Hotels möglich.

Hotel Schloss Rabenstein Website

Barrierefreies Webdesign: Eine Einführung

Das Internet ist für alle Menschen gemacht, egal welche Hautfarbe, Herkunft oder körperliche Fähigkeiten sie besitzen. Doch besonders Menschen mit beeinträchtigter Sicht und Blinde haben schwer im Web. Sie sind auf technische Hilfsmittel wie Screenreader angewiesen um sich im Internet zurechtzufinden, doch die wenigsten Website-Betreiber machen sich darüber Gedanken.

Dabei stoßen insbesondere blinde Menschen immer wieder auf Hindernisse die so nicht sein müssten. Vor allem veralte Websites mit Layouts auf Basis von Tabellen machen ihnen zu schaffen. Doch beim barrierefreiem Webdesign gibt es noch viel mehr zu beachten. In diesem Beitrag sollen die häufigsten Stolpersteine bei der Gestaltung einer Website aufgedeckt und Hinweise zu deren Beseitigung gegeben werden.

Wie sehbehindete und Blinde Menschen eine Website sehen

Die barriefreie Gestaltung einer Website geht eng mit der Suchmaschinenoptimierung einher. Sowohl Suchmaschinen als auch blinde Menschen sind auf eine korrekte Struktur des Inhaltes und sachgemäße Verwendung von HTML-Elementen angewiesen um eine Website benutzen zu können und zu verstehen.

Betrachten wir einmal die Startseite von Pixelstun.de mit Lynx, einem Textbrowser, der die Inhalte ähnlich wie ein Screenreader verarbeitet.

Screenreader: Darstellung einer Website im Lynx-Browser

Man sieht, dass jegliche Design-Elemente Fehlen und nur strukturiertes HTML angezeigt wird.

Im Gegensatz zum richtigen Screenreader, werden hier auch versteckte HTML Elemente angezeigt. Eine Übersicht, wie man Inhalte exklusiv für Screenreader oder Displays zugänglich machen kann, findet sich hier.

Das Ausblenden bestimmter Elemente funktioniert am besten mit CSS Media Queries und kann in folgender Form stattfinden:

@media tty, braille, speech{
  element{
    display: none;
  }
}

Aber auch die „neuen“ ARIA Attribute sind dafür geeignet.  So kann man auch mit aria-hidden="true" Elemente verstecken. Die Unterstützung in den verschiedenen Browsern und Screenreadern ist jedoch sehr unterschiedlich. Hier gibt es einen sehr guten Artikel dazu.

Layouts auf Tabellenbasis

Eigentlich sind Layouts auf Basis von Tabellen ein Relikt der 90er Jahre, doch immer wieder findet man auch heute noch Websites die Tabellen zweckentfremden und für Designs nutzen. Dabei bringen Tabellen prinzipiell nur Nachteile: sie lassen z.B. sich nicht ohne weiteres für’s responsive Design nutzen und sind schwer zu pflegen. Minimale designtechnische Änderungen  ziehen oftmals sehr viel Aufwand nach sich, sobald Tabellen im Spiel sind.

Besonders problematisch sind Tabellen zudem für alle Menschen die unter einer Sehbehinderung leiden. Screenreader lesen eine Tabelle Zelle für Zelle und der Inhalt der Website wird damit unter Umständen entstellt. Nutzen Sie Tabellen also ausschließlich dafür, wofür sie gedacht sind – um (statistische) Daten darzustellen.

Kontraste

Sehr wichtig sind auch Kontraste. Prüfen Sie ob sich der Inhalt genug vom Hintergrund abhebt. Dies betrifft nicht nur Texte, sondern auch Bilder. Der WCAG 2.0 Level AA-Test erfordert mindestens ein Kontrastverhältnis von 4,5:1 für normalen Text bzw. 3:1 für großen Text. Für das Level AAA sind Kontrastverhältnisse von 7:1 für normalen Text und 4,5:1 für großen Text nötig. Großer Text wird dabei definiert als: 14pt+ und fett, oder 18pt+.

Tools mit dem die Kontrastverhältnisse überprüft werden können, finden sich am Ende des Beitrages.

Inline Styles, Schriftgrößen und Überschriften

Vermeiden Sie die Nutzung von Stil-Deklarationen in HTML. Als inline-Style wird z.B. folgendes definiert:

<div style="border:1px solid red">...

Verwenden Sie stattdessen ausgelagerte CSS-Dateien um Ihre Website zu gestalten. Tückisch sind dabei immer WYSIWYG-Editoren, denn diese legen meist alle Stil-Definitionen als inline-Attribute an, ohne dass sich der Autor darüber bewusst ist.

Versuchen Sie immer relative Größenangaben zu verwenden, insbesondere bei der Schrift. Dies ist nicht nur für responsive Design günstig, sondern ermöglicht auch ein flexibles Anpassen der Schriftgröße für alle Elemente der Website. Sie müssen nur die Basisschriftgröße verändern. 😉

Auch für Überschriften sollten Sie nur die dafür vorgesehenen HTML-Elemente verwenden (<h1>-<h6>).

Bilder und alt-Attribute

Das alt-Attribut ist für die Beschreibung von Bildern gedacht. Im Textbrowser oder bei einem fehlgeschlagenen Ladevorgang wird dieses Attribut angezeigt. Vergeben Sie also für jedes Bild eine Bildbeschreibung und lassen Sie diese nur in Ausnahmefällen leer, z.B. wenn das Bild ein reines Design-Element ist und sich nicht anders einfügen lässt. Verwenden Sie die Beschreibung nicht um Keywords zu platzieren. Auch wenn das früher eventuell funktioniert hat: Suchmaschinen kennen diese Tricks seit langem und analysieren die Bilder nun selbsständig.

Alt-Attribute sind für valides HTML5 übrigens zwingend vorgeschrieben.

<img src="pfad/zum/bild.jpg" alt="Bildbeschreibung" />

JavaScript, Videos und Flash

Manche Elemente können von verschiedenen Programmen (Screenreader, Browser) und Geräten nicht wiedergegeben werden. Fast kein Smartphone kann Flash wiedergeben aber auch Textbrowser und Screenreader haben Probleme mit JavaScript und Adobe Flash.

Prüfen Sie daher ob sich Ihre Website ohne Flash-Plugin und mit deaktiviertem JavaScript nutzen lässt.

Suchmaschinen gehen zwar langsam dazu über JavaScript auszuführen und CSS-Dateien zu laden und die Website zu inspizieren wie Sie in einem „echtem“ Browser angezeigt wird, für Screenreader sind diese Techniken allerdings immer noch ein riesiges Hindernis.

Verwenden Sie Videos auf ihrer Website? Beachten Sie, dass es auch Nutzer mit beeinträchtigtem Hörvermögen gibt. Erstellen Sie ein Transkript zu jedem Video.

Ist meine Website barrierfrei?

Sie möchten Ihre Website auf Barrierefreiheit testen? Die folgenden Tools funktionieren dazu sehr gut und decken prinzipiell alle relevanten Tests ab und geben Hinweise zur Verbesserung:

achecker.ca – Prüft Websites nach folgenden Standards:  BITV 1.0 (Level 2) , Section 508, Stanca Act, WCAG 1.0 (A/AA/AAA), WCAG 2.0 (A,AA,AAA)

wave.webaim.org – Prüft Websites und stellt alle problematischen Elemente  dar

Verlassen Sie sich allerdings nicht nur auf diese Tools. Versetzen Sie sich in die Lage eines seh- oder hörbehinderten Menschen und testen Sie ihre Website auf jede erdenkliche Art und Weise, insbesondere mit einem Textbrowser.

Warum responsive Design so wichtig ist

Responsive Design vereint verschiedene technische und gestalterische Paradigmen um eine optimale Darstellung auf jedem Endgerät zu garantieren. Mittels neuer Techniken wie HTML5, CSS3 (insbesondere durch Media Queries) und JavaScript ist es möglich, flexibel auf spezifische Anforderungen wie Displaygröße und Auflösung von Smartphones, Tablet-, Laptop- und Desktop PCs zu reagieren.

Auch wenn es noch utopisch erscheint, eine Optimierung auf Geräte des Internet of Things (IOT) wie z.B. Smartwatches, Fernseher, Ebook-Reader aber auch Kühlschränke ist denkbar und für einige Unternehmen und Geschäftsbereiche sinnvoll.

Das Ziel des responsive Designs ist die bestmögliche Gestaltung des Nutzererlebnisses. Dabei wird vor allem Wert auf eine gute Übersichtlichkeit und Usability (Nutzerfreundlichkeit) gelegt. Aber auch Faktoren wie begrenztes Datenvolumen und Bandbreite des Internetanschlusses werden in Betracht gezogen.

Aber nicht nur die Endnutzer schätzen die Vorteile des responsive Designs. Auch Suchmaschinen (insbesondere Google) reagieren positiv auf die Optimierung für mobile Endgeräte. Mittlerweile wird „mobile-friendly“ als Ranking-Signal genutzt. Nicht optimierte Seiten mit statischen Layouts haben das Nachsehen.

Vorteile von Responsive Design Gegenüber rein mobilen Websites

„Klassische“ mobile Websites bestehen nutzen mehrere Templates, oder bestehen unabhängig von der Desktop-Version. Dies bedeutet einen immensen Mehraufwand in der Unterhaltung und Pflege. Im responsive Design entfällt dieser Nachteil. Es muss sich lediglich um eine Version des Onlineauftrittes gekümmert werden.

Mobile Internetnutzung nimmt zu

Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones und Tablets seit 2007 steigt auch die Zahl der mobilen Internetnutzer stetig.

Laut der ARD/ZDF Onlinestudie nutzten im Jahr 2015 beinahe fünfzig Prozent der 14-29 Jährigen und fast ein Viertel der 30-49 Jährigen täglich das Internet mit mobilen Geräten. Die Gesamtverweildauer bei der der Online-Nutzung beträgt dabei im Schnitt von allen Nutzergruppen (auch 50+) ca. 160 Minuten pro Tag.

Ist meine Website mobil optimiert bzw. responsive?

Um zu testen, ob ihre Website fit für Smartphones und andere Geräte angepasst ist, können Sie folgende kostenlose Tools nutzen:

Sollten Ihre Website diese Tests nicht bestehen, zögern Sie nicht mit uns Kontakt aufzunehmen. Wir beraten Sie unverbindlich und kümmern uns unkompliziert und schnell um die Optimierung.

Welches CMS ist das richtige für mein Projekt?

Unterschiedliche Projekte, unterschiedliche Anforderungen. Im Jungle der Content-Management-Systeme (CMS) kann man als Anfänger ganz schnell verloren gehen. In diesem Artikel möchte ich einige Systeme vorstellen und einen Einblick in die Thematik Content-Management geben.

CMS – was ist das? Brauche ich das?

Als Content-Management-Systeme (zu deutsch: Inhaltsverwaltungssysteme) oder CMS werden Softwarepakete bezeichnet, die den zuständigen Administratoren eine einfache Verwaltung der Inhalte ihrer Website ermöglichen. Texte können damit in den meisten Fällen ohne Programmierkenntnisse und genau so komfortabel wie in einer Textverarbeitung (z.B. Microsoft Word oder LibreOffice Writer) verfasst und geändert werden.
Da den meisten Benutzern diese Systeme vertraut sind, fällt die Bearbeitung der Inhalte leicht und kann schnell vonstatten gehen. Das spart nicht nur Zeit, sondern auch bares Geld: die meisten Änderungen sind so leicht vorzunehmen, dass eine Agentur nach der erstmaligen Einrichtung meist nicht mehr benötigt wird.

Vielleicht wird sich der Eine oder Andere an dieser Stelle fragen: Wenn das alles so einfach ist, kann ich mir dann nicht gleich die Kosten für die Erstellung meiner Website durch eine Agentur sparen? – Diese Frage kann man nur mit „jein“ beantworten. Natürlich ist es möglich: es gibt viele vorgefertigte und kostenlose Themes und Erweiterungen, auch die Konfiguration und Inhalte können selbst erzeugt und übernommen werden. Das Endresultat ist dabei jedoch oft ernüchternd: man sieht, dass Laien am Werk waren. Nicht nur, dass viele Themes mit veralteter Software einherkommen, auch die Konfigurationsmöglichkeiten überfordern Anfänger häufig. Will man ein vernünftiges Endergebnis und auch noch von Suchmaschinen gefunden werden sollte man die Arbeit lieber in professionelle Hände geben und sich die Zeit und Mühe sparen.

Aktuelle Content-Management-Systeme – eine Übersicht

Unter den CMS gibt es große Unterschiede. Einige sind darauf ausgelegt, besonders benutzerfreundlich zu sein, andere glänzen mit einem riesigen Funktionsumfang. Welches Content-Management-System sich für welches Projekt eignet, werde ich in den kommenden Abschnitten beschreiben.

Im Juni 2016 sah die globale Verteilung der Marktanteile laut wappalyzer wie folgt aus:

globale Verteilung der CMS Systeme

  1. WordPress
    Everybody’s Darling – Ursprünglich als Blog-System gedacht, dominiert das sich seit 2003 in Entwicklung befindliche WordPress den weltweiten CMS Markt. Mit einem Anteil von unglaublichen 67 Prozent liegt es auf Platz eins der am häufigsten verwendeten Systeme. Selbst wenn man davon ausgeht, dass drei von vier Websites nur als Blog betrieben werden, liegt WordPress immer noch deutlich vorn. Wie kommt das? WordPress ist nutzerfreundlich und es gibt unzählige Erweiterungen. Aufgrund dessen haben sich viele Freelancer und Agenturen auf dieses System spezifiziert. Dabei wirken die meisten Installationen der Software recht „starr“ in der Struktur und das geschulte Auge erkennt ein WordPress-Systeme meistens auf den ersten (oder zweiten) Blick. Das System eignet sich für kleinere Firmenwebsites mit statischem Layout. Genutzt wird die Software unter vielen anderen von Yahoo!, Digg, eBay, Ford und Samsung – hauptsächlich aber im ursprünglichen Kontext: als Blog.
  2. Joomla!
    Our Darling. Joomla ist historisch gesehen der Nachfolger des CMS Mambo und hat seine Wurzeln damit im Jahr 2000. Seitdem ist viel geschehen: findet man in Foren und Blogs immer noch Einträge darüber dass sich der Umgang mit dem Content-Management-System schwer erlernen lasse, ist es nach unseren Erfahrungen dasjenige, mit dem unsere Kunden am Besten zurechtkommen. Joomla besticht durch seine hohe Flexibilität und belegt hinter WordPress mit ca. 12 Prozent den zweiten Platz im globalen Ranking. Auch für Joomla gibt es eine Fülle kostenloser und kostenpflichtiger Erweiterungen. Das System eignet sich für jede Art von Website, vom Blog über das Firmenportrait bis zum Online-Portal mit mehreren tausend Nutzern pro Stunde. Genutzt wird die Software unter vielen anderen von eBay, IKEA, Sony, McDonald’s und Pizza Hut.
  3. Drupal
    Der dritte Big Player: Drupal steht seit 2001 als Open Source System zur Verfügung. Im deutschen Sprachraum nicht besonders stark verbreitet, eignet es sich besonders für die Erstellung von Plattformen mit Sozialen Komponenten, z.B. Communities. Auch für Drupal gibt es viele Erweiterungen. Das Content-Management ist äußerst flexibel und sehr benutzerfreundlich. Leider wird Drupal häufig unterschätzt und eignet sich ebenfalls wie Joomla für jede Art von Website. Genutzt wird die Software unter anderem von Pfizer, General Electric, ebay, greenpeace und Verizon.
  4. TYPO3
    TYPO3 ist in jeder Hinsicht ein mächtiges CMS. Einerseits das wohl flexibelste Content-Management-System, andererseits sehr groß und ressourcenhungrig. Die immerhin noch zwei Prozent am globalen Anteil kommen zum größten Teil aus Deutschland. TYPO3 wird seit 2001 entwickelt, bezeichnet sich selbst als Enterprise CMS und das ist es auch. Anfängern und kleinen Unternehmen rate ich von diesem System ab, denn egal welche Nutzergruppe, ob Administrator, Editor oder Programmierer – TYPO3 erfordert viel mehr Lernbereitschaft und Einarbeitungszeit als vergleichbare Systeme.
    Anders sieht es beim kleinen Bruder von TYPO3: Neos aus. Dieses CMS besticht geradezu durch seine Nutzerfreundlichkeit. Dadurch, dass Neos aber erst 2011 veröffentlicht wurde und erst 2015 mehr oder minder aus dem Schatten von TYPO3 trat, ist die Nutzergemeinde und damit die Zahl der Erweiterungen noch relativ klein.
    Bekannte Nutzer von TYPO3 sind unter anderen: Penny, Airbus, Lufthansa, Sixt und Leica.
  5. DNN – Dot Net Nuke
    Zu DNN liegen uns noch keine persönlichen Erfahrungen vor, doch im englischsprachigen Raum hat es seit seiner Veröffentlichung Ende 2002 schnell an Anwendern gewonnen. In den letzten Jahren ist der Trend allerdings rückläufig und DNN verliert immer mehr Kunden an TYPO3 und Concrete5. Das CMS hat einen Marktanteil von ca. noch einem Prozent. Im Gegensatz zu allen anderen vorgestellten Softwareplattformen baut DNN nicht auf PHP auf, sondern nutzt (wie der Name schon verrät) das .net Framework von Microsoft. Das System setzt damit auf eine Nische. In Deutschland ist DNN fast gar nicht verbreitet. Geeignet ist das DNN hauptsächlich für größere Unternehmen, welche bestenfalls eine eigene IT-Abteilung und eine bestehende IIS Infrastruktur besitzen .
  6. Contao
    Contao bezeichnet sich selbst als „Barrierefreies Open Source Content Management System“ und befindet sich seit 2006 in der Entwicklung. Barrierefreie Websites lassen sich natürlich mit jedem CMS erstellen. Früher als TYPOlight bekannt, erinnert die seitenbasierte Inhaltserstellung und Bedienung ein wenig an TYPO3. Was macht Contao also so besonders, dass es trotz des Anteils von weniger als einem Prozent am globalen Markt hier noch erwähnt wird? Contao ist in Deutschland relativ weit verbreitet. Contao hat es dank der kleinen aber aktiven Community geschafft sich hierzulande durchzusetzen und ist immer häufiger bei kleinen Firmen und im Bereich Microsites im Einsatz.

Wie sieht also das Fazit aus?

In den meisten Fällen, insbesondere für kleine bis mittelständige Unternehmen, ist die Entscheidung für ein weit verbreitetes CMS wie WordPress, Joomla oder Drupal die richtige Wahl. Für den Fall, dass Probleme auftreten finden sich viele Lehrvideos und Bücher. Auch gibt es hierzulande etliche Agenturen die sich mit diesen Systemen beschäftigen. Man sollte sich dabei für das System entscheiden, mit dem man am besten zurecht kommt. Auf den Seiten der Entwickler finden sich Demos, in denen die Funktionsweise und Bedienung getestet werden kann.
Sind komplexe Websites gefragt, eignet sich, Lernwille vorausgesetzt, auch TYPO3.

Kostenlose Bilder und Vektoren für jede Website

In den letzten Jahren sind dutzende Plattformen für Stock-Images und Vektoren aus dem Boden geschossen, die unheimlich gute Grafiken und Fotos anbieten. Während die meisten Portale kostenpflichtig sind, gibt es aber immer mehr ernstzunehmende, kostenlose Alternativen. Ich möchte an dieser Stelle einige Plattformen für kostenlose und lizenzfreie Bilder vorstellen.

Portale für hochqualitative Stock-Photos

  1. flickr:
    Oft unterschätzt und den meisten nicht bekannt: Einfach über die Filter nach der Suche „Alle Creative Commons“ auswählen und schon findet man für fast jedes Thema viele gute Fotos. Obwohl auch immer wieder einige unbrauchbare Fotos dabei sind, lassen sich hin und wieder „echte Schätze“ finden. Die meisten Bilder stehen unter Creative Commons by Attribution Lizenz, eine Nennung des Urhebers ist also an geeigneter Stelle nötig, beispielsweise im Impressum.
  2. pexels
    Bei pexels gibt es sehr viele äußerst hochqualitative Fotos. Laut deren eigenen Angaben werden monatlich 1500 Fotos hinzugefügt. Alle Bilder stehen unter CC0-Lizenz.
  3. Visualhunt
    Visualhunt bietet Zugriff auf insgesamt über 354.191.553 (ja, 354 MILLIONEN) Bilder unter Creative-Commons Lizenz (teilweise auch unter CC0). Dabei werden viele verschiedene Quellen durchsucht. Bei vielen Bildern ist jedoch eine Namensnennung an geeigneter Stelle notwendig.
  4. pixabay
    Alle der über 670.000 (Stand 04.07.2016) 830.000 (Stand 21.12.2016) auf pixabay angebotenen Bilder stehen unter CC0 Lizenz.
    Pixabay ist ein deutsches Unternehmen und versteht auch Suchbegriffe in deutscher Sprache.
  5. freepik
    Bei Freepik gibt es viele kostenlose und eine riesige Anzahl guter Vektorgrafiken, PSD-Dateien, Icons und Stock-Photos. Einziger Haken: werden die Dateien nicht über einen Premium-Account (ca. 10 USD pro Monat), ist eine Namensnennung und Verlinkung – beispielsweise im Impressum – notwendig.
  6. findA.Photo
    FindA.Photo durchsucht viele Quellen (darunter z.B. Unsplash, Picography und Life of Pix). Alle Fotos stehen unter CC0 Lizenz.
  7. Stockvault
    Stockvault hat ein Archiv von derzeit knapp 100.000 Fotos. Die Bilder dürfen nur für nicht kommerzielle Projekte genutzt werden.